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Leistungen

In folgenden Fällen sind Zwangsversteigerungen ohne gerichtlichen Zahlungstitel möglich:

Vermieterpfandrecht (§ 562 BGB)

Sie sind als Vermieter rechtmäßig in den Besitz der Mieträume gelangt und haben Forderungen gegen den Mieter.

Werkunternehmerpfandrecht (§ 647 BGB)

Ihr Kunde hat die Reparatur nicht bezahlt und Sie sind noch im Besitz der Sache.

Lagerpfandrecht (§ 421 HGB)

Sie haben als Lagerhalter wegen der Lagerkosten ein gesetzliches Pfandrecht. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie im Besitz der Sache sind, insbesondere mittels Konnossements, Ladeschein oder Lagerschein.

Speditionspfandrecht (§ 410 HGB)

Sie haben als Spediteur an dem Frachtgut u. a. wg. der Fracht, der Provisionen, der Auslagen und Verwendungen ein gesetzliches Pfandrecht. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie im Besitz der Sache sind, insbesondere mittels Konnossements, Ladeschein oder Lagerschein

Vollstreckung gem. § 885a ZPO

Sie sind durch den Gerichtsvollzieher im Rahmen der Zwangsvollstreckung wieder in den Besitz des Mietobjekts gekommen und das Inventar des ehemaligen Mieters ist noch vorhanden. In diesem Fall ist die öffentliche Versteigerung zwingend vorgeschrieben, sofern die Sachen nicht binnen eines Monats durch den Besitzer abgefordert wurden und es sich nicht offensichtlich um Sperrmüll handelt.

Dies sind die wichtigsten Pfandrechte, die ohne gerichtliches Verfahren mittels einer öffentlichen Versteigerung durchgesetzt werden können. Es gibt eine Vielzahl weiterer Pfandrechte und Voraussetzungen für die Durchführung öffentlicher Versteigerungen. Gerne stehe ich Ihnen für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Die Versteigerung ist nicht rechtmäßg, wenn gegen die Pfandverwertungsvorschriften des BGB verstoßen wird. Die Versteigerung darf nur durch eine hierfür zugelassene Person (öffentlich bestellter und vereidigter Versteigerer) erfolgen. Ein Versteigerung z.B. über Ebay ist keine öffentliche Versteigerung im Sinne des Gesetzes!